Dana Vávrová war ein allseits beliebter und bekannter Kinderstar, schon lange bevor sie in Deutschland Karriere machte. Vor allem in der tschechischen Märchenkomödie »Es leben die Geister« (1977) hat sie sich in die Herzen der Menschen gespielt. Als Dana starb, titelten die Zeitungen in Tschechien, »Leontinchen ist von uns gegangen«!


Durch eine weitere Märchenkomödie »Arabella« wurde Dana auch in Deutschland bekannt. Bald darauf wurde sie für die Rolle der Janina David, in dem mehrteiligen Drama »Ein Stück Himmel« (1982) engagiert und wurde der Star der Produktion. Für diese Rolle erhielt sie die »Goldene Kamera«, den »Goldenen Gong« und den »Adolf-Grimme-Preis«.


Nach dem Erfolg in »Ein Stück Himmel« hatte die junge Dana 1984 – fast unbemerkt – eine kleine Rolle in Milos Formans Oscar-prämierten Streifen »Amadeus« gespielt.


Parallel zu ihrem frühen internationalen Erfolg absolvierte Dana von 1981 bis 1985 eine Ausbildung am Prager Konservatorium.


1985 wurde »Ein Stück Himmel« mit zwei neuen Folgen in Spielfilmlänge fortgesetzt und Dana lernte bei den Dreharbeiten den Kameramann Joseph Vilsmaier kennen und lieben. Sie heirateten 1986 in München.


Der große Durchbruch zum vielbeachteten Filmstar gelang Dana Vávrová dann mit dem Regiedebüt ihres Mannes Joseph Vilsmaier in dem Bauerndrama »Herbstmilch« (1988). Dana Vávrová spielte die tapfere, von einer bösen Schwiegermutter geschundene niederbayerische Bäuerin Anna Wimschneider so überaus authentisch, dass sie, zusammen mit ihrem wunderbaren Partner Werner Stocker, mit dem Bayerischen Filmpreis, dem Deutschen Filmpreis in Gold und dem Chaplin-Schuh der Film- und Fernsehregisseure – als beste Nachwuchsdarstellerin – ausgezeichnet wurde.


In dem von Vilsmaier (1991) inszenierten Film »Rama dama« war Werner Stocker erneut ihr Partner und Dana Vávrová glänzte einmal mehr als bayerische Überlebenskünstlerin. Von der Presse wurden Dana Vávrová und Werner Stocker inzwischen als »Traumpaar« gefeiert.


In Radu Garbreas Romanze »Rosenemil« (1991) konnte man beide letztmalig zusammen erleben – Werner Stocker starb am 27. Mai 1993, erst 38-jährig, an den Folgen eines Gehirntumors. Zum Tod von Werner Stocker sagte Dana: »Der Verlust von Werner ist eine der schwersten Prüfungen, die ich in meinem Leben bestehen musste.«


1992 spielte Dana eine großartige Rolle in Vilsmaiers »Stalingrad«. Der Film wird international zu den 100 besten Kriegsfilmen aller Zeiten gezählt!


1995 kam dann, an der Seite von André Eisermann, der internationale Erfolg mit Vilsmaiers »Schlafes Bruder« – ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis (Produzentenpreis), dem Deutschen Filmpreis in Gold für Schnitt und Silber für Joseph Vilsmaier, dem Österreichischen Filmpreis 1996 und nicht zuletzt mit einer Nominierung für den Golden Globe.


Im selben Jahr führte Dana, zusammen mit ihrem Ehemann, zum ersten Mal Regie bei einem Musikfilm über das Abschiedskonzert (1995) von Hubert von Goisern und den Alpinkatzen – »Wia die Zeit vergeht«.


1996 drehte sie ihren ersten eigenen Film »Hunger – Sehnsucht nach Liebe«. Dana scheute sich nicht, darin die »heimliche« Krankheit der Bulimie zu thematisieren.


Einen weiteren internationalen Erfolg durfte die »Vávrová« mit ihrem Auftritt im Kinofilm »Comedian Harmonists« (1997) für sich verbuchen. Sie stand neben Größen wie Ulrich Noethen, Ben Becker, Heinrich Schafmeister, Meret Becker, Kai Wiesinger, Heino Ferch, Katja Riemann und Max Tidof vor der Kamera und beeindruckte mit ihrer Darstellung.


Im Jahr 1999 führte sie erneut Regie im Kinder-Zirkus-Film »Der Bär ist los«, in dem auch ihre drei Töchter mitgespielt haben.


2004 übernahm Dana die Rolle der Färberstochter Susanne in der Weihnachtslegende »Bergkristall« nach Adalbert Stifter, Regie Joseph Vilsmaier. Die Rolle der Filmtochter Sanna wurde von ihrer jüngsten Tochter Josefina gespielt. Sie und ihr Filmbruder François Goeske wurden für ihre darstellerische Leistung mit dem Kindermedienpreis »Weißer Elefant« ausgezeichnet und für den internationalen »Undine-Award« nominiert.


Nachdem Regisseur Joseph Vilsmaier bei den Dreharbeiten zu »Der letzte Zug« (2006) einen Unfall hatte, führte Dana Vávrová das ambitionierte Holocaust-Drama zuende, in dem das ergreifend-brutale Schicksal einiger Berliner Juden thematisiert wird, die im April 1943 mit der Eisenbahn nach Auschwitz deportiert wurden. Das Drama wurde beim Bayerischen Filmpreis 2007 mit dem »Spezialpreis der Jury« ausgezeichnet.


Mit dem 2008 gedrehten TV-Drama »Die Gustloff« hat Dana Vàvrová, in der Rolle einer völlig entkräfteten Flüchtlingsfrau,  das Publikum zu Tränen gerührt.


Neben den bereits erwähnten Auszeichnungen war Dana Vávrová Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.


Dana Vávrová hatte mit ihrem Ehemann, Joseph Vilsmaier, drei gemeinsame Töchter: Janina (geb. 1986), Theresa (1989) und Josefina (1992).

»Es leben die Geister« (1977)  

Dana Vávrová

»Herbstmilch« (1988)

Dana Vávrová, Werner Stocker, Janina Vilsmaier

»Rama dama« (1991)

Dana Vávrová und Werner Stocker

»Schlafes Bruder« (1995)

Dana Vávrová, Detlef Bothe, Josefina Vilsmaier

»Der Bär ist los« (1999) – Regie: Dana Vávrová

Janina Vilsmaier, Max Riemelt, Theresa Vilsmaier, Josefina Vilsmaier u.a.

»Bergkristall« (2004)

Dana Vávrová,

Daniel Morgenroth,

François Goeske

und Josefina Vilsmaier

Wir haben jetzt viel gehört über die Schauspielerin Dana Vávrová – was sie aber am meisten ausgezeichnet hat, war die leidenschaftliche Liebe zu ihren Kindern! Dana war ein Muttertier par excellence! Sie hätte jede Rolle, jedes Drehbuch mit einem Lächeln abgelehnt, wenn sie sich hätte entscheiden müssen zwischen Karriere oder dem Wohl ihrer Kinder!


Als Mutter hätte Dana Vávrová jedenfalls einen »Oscar« verdient!


Und genau so hatten sich Janina und Theresa entschieden, ihre Studien zu unterbrechen und für ihre Mutter da zu sein. Sie sagten: »Das hätte die Mama auch gemacht«.


Josefina war erst 15 Jahre alt und ging noch zur Schule, hat ihrer Mutter aber jeden Tag ihren Schulalltag erzählt und sie an ihrem Leben teilhaben lassen.


Wenn sie jetzt auf ihrer Wolke sitzt und herunter sieht, wird sie sehr, sehr stolz sein auf ihre drei Mädels, denn sie hat die wunderbarsten Kinder, die sich eine Mutter wünschen kann.


Dana Vávrová erlag am 5. Februar 2009 mit 41 Jahren nach langer, schwerer Krankheit ihrem Krebsleiden.


Süddeutsche Zeitung – Fritz Göttler schrieb anlässlich des Todes von Dana Vávrová – bezogen auf »Herbstmilch« :

»Vavrová ist wunderschön, eine zarte Schönheit mit strengen Konturen, so wie man sie im amerikanischen Kino von Maureen O’Hara oder Vivien Leigh kennt, eine Bodenständigkeit, die doch etwas Aristokratisches hat, wie eine Orchidee auf einem bayerischen Rübenacker.«


  1. AufzählungszeichenFilmographie

1976: Long Live the Ghosts! (Ať žijí duchové!) – Director: Oldřich Lipský

1977: Jak se točí Rozmarýny – Director: Věra Plivová-Simková

1978: Vražedné pochybnosti – Director: Ivo Toman

1978: Kulový blesk – Director: Zdeněk Podskalský, Ladislav Smoljak

1979: Arabela – Director: Václav Vorlíček

1979: Koncert na konci léta – Director: František Vláčil

1980: Brontosaurus – Director: Věra Plivová-Simková

1982: Ein Stück Himmel – Director: Franz Peter Wirth

1983: Levé křídlo – Director: Jiří Hanibal

1983: Kluk za dvě pětky – Director: Jaromír Borek

1984: Bambinot – Director: Jaroslav Dudek

1984: My všichni školou povinní – Director: Ludvík Ráža

1984: Amadeus – Director: Miloš Forman

1987: Pan Tau – Director: Jindřich Polák

1988: Herbstmilch – Director: Joseph Vilsmaier

1991: Rama dama – Director: Joseph Vilsmaier

1992: Rosenemil – Director: Radu Gabrea

1992: Der Nachbar – Director: Götz Spielmann

1993: Stalingrad – Director: Joseph Vilsmaier

1993: Pizza Arrabiata – Director: Jochen Richter

1995: Schlafes Bruder (Brother of Sleep) – Director: Joseph Vilsmaier

1997: Comedian Harmonists – Director: Joseph Vilsmaier

1999: Der Bär ist los – Director: Dana Vávrová

2002: August der Glückliche (Fernsehen) – Director: Joseph Vilsmaier

2004: Der Vater meines Sohnes (Fernsehen) – Director: Dagmar Damek

2004: Bergkristall – Director: Joseph Vilsmaier

2004: Grenzverkehr – Director: Stefan Betz

2006: Ein Hauptgewinn für Papa – Director: Bodo Fürneisen

2006: Lamento – Director: René Sydow, Daniel Hedfeld

2008: Die Gustloff – Director: Joseph Vilsmaier




  1. AufzählungszeichenRegie und Co-Regie

1995: Wia die Zeit vergeht (documentary film about the musician

          Hubert von Goisern) – Regie: Dana Vávrová

1996: Hunger – Sehnsucht nach Liebe – Regie: Dana Vávrová

2000: Der Bär ist los – Regie: Dana Vávrová

2006: Der letzte Zug – Regie: Dana Vávrová, Joseph Vilsmaier

  1. AufzählungszeichenDana Vávrová

  2. geboren am 9. August 1967 in Prag

  3. gestorben am 5. Februar 2009 in München

  4. beigesetzt in Prag

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